Low Carb ist ein Trend in der Ernährung, an dem man nicht mehr vorbeikommt. Fast täglich gibt es neue Rezepte und Tipps, wie man mit einer kohlenhydratarmen Ernährung die Pfunde purzeln lässt. Doch was ist Low Carb eigentlich und was bewirkt die Low-Carb-Diät in unserem Körper? Wir beantworten die häufigsten Fragen zur Low-Carb-Ernährung und zeigen, mit welchen Lebensmitteln und Ansätzen du zum Erfolg kommst.

 

Was bedeutet Low Carb?

Grundsätzlich bedeutet Low Carb einen Ansatz in der Ernährung, der darauf setzt, möglichst wenig Kohlenhydrate zu sich zu nehmen. Low Carb ist ein Begriff, unter dem sich verschiedene Ansätze der kohlenhydratarmen Ernährung versammeln. Grundsätzlich gehen diese Ansätze von einer Kohlenhydratzufuhr von maximal 40 Prozent im Rahmen der täglichen Energieaufnahme aus. Zu den Low-Carb-Ansätzen gehören zum Beispiel die ketogene Diät, die eiweißbetonte Mischkost und die fett-eiweißbetonte Kost, auch als Steinzeiternährung bzw. Paleo-Diät bekannt. Sie unterscheiden sich in ihrer Zusammensetzung der drei wichtigsten Energielieferanten für den menschlichen Körper:

  • ketogene Diäten – 10 Prozent Kohlenhydrate, 50 bis 70 Prozent Fette und 20 bis 40 Prozent Proteine (Eiweiße)
  • Paleo-Diät – 20 bis30 Prozent Kohlenhydrate, 30 bis 50 Prozent Fette, 20 bis 30 Prozent Proteine
  • eiweißbetonte Mischkost – 40 Prozent Kohlenhydrate, 30 Prozent Fette, 30 Prozent Proteine

 

So funktioniert die Low Carb Ernährung

Die Low-Carb-Idee beruht darauf, dass wir Menschen zurück zu einer Ernährung kommen, die wir vor unserem erhöhten Kohlenhydrat- und somit Zuckerkonsum bevorzugen. Man versucht also, die Kohlenhydratzufuhr bewusst einzuschränken. Ganz verbannen sollte man sie nicht, denn allein die Kohlenhydrate sind nicht der Grund, warum wir ein paar Kilo mehr mit uns herumschleppen. Das liegt an den Kalorien insgesamt, die wir zu uns nehmen, denn diese liefern auch Fette und Eiweiße.

Verzichtest du nun auf dein gewohntes Maß an Kohlenhydraten, zwingst du deinen Körper umzudenken. Dein Stoffwechsel wird verändert, der Ketabolismus gefördert. Das heißt, dass bei einer Low-Carb-Diät dein Körper dazu gedrängt wird, die benötigte Energie, die er sonst schnell aus Kohlenhydraten gewinnt, aus den Fettreserven zu gewinnen. Die Ernährungsform dient also im Vordergrund dazu, körpereigene Fettreserven abzubauen. Du nimmst also ab. Allerdings relativiert sich dieser Erfolg nach einigen Jahren. Im Vergleich zu anderen Diäten nimmst du aber schneller ab.

Beachte: Ernährst du dich über eine längere Zeit nach dem Low-Carb-Prinzip, kann dies zur Übersäuerung deines Körpers führen.
Deshalb sollte man sich für erfolgreiches langfristiges Abnehmen stets einen professionellen Partner an die Seite holen. Ernährungsberater oder noch besser spezielle Abnehm-Coaches können hier für jeden Abnehmwilligen den besten Umsetzungsweg zusammenstellen.

 

So nimmst du mit Low Carb ab

Allein die Reduktion von Kohlenhydraten lässt deine Pfunde aber noch nicht purzeln. Es kommt immer auf die gesamten Kalorien an, die du zu dir nimmst. Du brauchst eine negative Energiebilanz, solltest also immer weniger Kalorien zu dir nehmen, als du am Tag verbrauchst. Ersetzt du die Kohlenhydrate durch andere Lebensmittel mit vielen Kalorien, wirst du nicht abnehmen. Zu einer negativen Energiebilanz tragen auch ein Besuch im Fitnessstudio und generell mehr Bewegung bei.

Außerdem zählt nicht nur die Quantität, sondern auch die Qualität der aufgenommenen Kohlenhydrate. Reduzierst du auf 20 Prozent, und nimmst diese als reinen Zucker zu dir, wirst du mit Low Carb keinen Erfolg haben. Ein modernes Low-Carb-Konzept beinhaltet immer die Reduktion von Zucker, den die meisten von uns einfach in zu hohen täglichen Dosen zu sich nehmen.

 

Welche Lebensmittel sind Low Carb und welche nicht?

Willst du weniger Kohlenhydrate zu dir nehmen, musst du wissen, wie viel davon in welchen Lebensmitteln steckt. In deinem Fitnessstudio mit Ernährungsberatung bekommst du umfangreiche Tabellen und Übersichten, die dir dabei helfen. Unsere kleine Liste soll dir gleich einen ersten Überblick geben:

Lebensmittel mit wenig Kohlenhydraten:

  • Gemüse (vor allem Blattgemüse)
  • Fisch
  • Meeresfrüchte
  • Fleisch
  • Hartkäse
  • Sauermilchkäse
  • Eier

Lebensmittel, in denen sehr viele Kohlenhydrate vorhanden sind:

  • Getreideprodukte und Reis
  • Brot und Pasta aus Weizen
  • Früchte (vor allem getrocknete Früchte)
  • Smoothies
  • Fruchtsäfte

Natürlich musst du nicht auf alles verzichten, was viele Kohlenhydrate hat. Am Ende kommt es darauf an, dass du dich bewusst ernährst und auf die Mengen an Kohlenhydraten und deren Qualität achtest. Du musst nicht auf Brot und Pasta verzichten, greife dann aber besser zu Vollkornprodukten. Sie haben lange Kohlenhydratketten, für deren Aufspaltung der Körper mehr Energie benötigt. Außerdem halten sie dich länger satt.